Kostenkennwerte für die Kostenplanung – BKI Baukosten

Kostenkennwerte werden im Rahmen der Baukostenplanung verwendet, um Baukosten möglichst genau zu ermitteln. Dafür werden Kostenkennwerte mit aus der Gebäudegeometrie abgeleiteten Werten multipliziert, z. B. dem Bruttorauminhalt (BRI), Bruttogrundfläche (BGF) oder Nutzfläche (NF). Definiert sind diese Begriffe in der DIN 277-1 (2016-01). Alternativ können auch Nutzungseinheiten als funktionale Größen wie Anzahl Büroplätze oder Hotelzimmer herangezogen werden.

Kostenkennwerte können anhand vergleichbarer Projekte aus der eigenen Planungspraxis abgeleitet werden. Statistische Kennwerte sind jedoch häufig breiter gestreut und liefern daher in der Regel verlässlichere Ergebnisse.

Die dreiteilige Fachbuchreihe des Baukosteninformationszentrums Deutscher Architektenkammern „BKI Baukosten“ liefert über 50.000 Kostenkennwerte und bietet so eine realistische Basis zur sicheren Kostenermittlung. In jedem der drei Bände werden detaillierte Kostenkennwerte unterschiedlicher Gebäudetypen und Ausstattung aufgeführt. Je nach Planungsphase und Tiefe der Baukostenermittlung liefern die Bände unterschiedlich detaillierte Kostenkennwerte.

BKI Baukosten Bücher mit Kostenkennwerte Neubau

Für die Leistungsphasen 1 und 2 nach HOAI eignet sich Teil 1 „Gebäude“ der Fachbuchreihe mit Kosten nach 1. und 2. Ebene nach DIN 276 für Kostenrahmen bzw. Kostenschätzung. Für die Kostenberechnung und den Kostenvoranschlag im Rahmen der Leistungsphasen 3 bis 6 nach HOAI liefert Teil 2 „Bauelemente“ Kosten bis zur 3. Ebene DIN 276. Die in den Leistungsphasen 6 bis 8 zu erstellenden bepreisten Leistungsverzeichnisse bzw. den Kostenanschlag können mit den Positionen nach Leistungsbereichsgliederung aus Teil 3 „Positionen“ ermittelt werden.

Seit 2013 Grundleistung in LPh 6 HOAI: Bepreiste Leistungsverzeichnisse

In Leistungsphase 6 ist seit der HOAI 2013 die Teilleistung „Ermitteln der Kosten auf Grundlage der vom Planer bepreisten Leistungsverzeichnisse“ enthalten. Der Architekt muss dabei die Leistungsbeschreibungen mit Einheitspreisen ausstatten und dem Bauherrn aushändigen. Dafür eignet sich LV-Texte – Leistungspositionen mit ZTV, denn in dieser Datenbank sind alle Positionen mit marktüblichen Preisen ausgestattet.